Ein Belegungsplan, auf den mehrere Buchungsquellen mit Pfeilen zeigen

An einem Donnerstag im Juni kommt über ein Portal eine Buchung für zehn Nächte auf Parzelle 8. Am selben Nachmittag bucht ein Paar aus Hannover dieselbe Parzelle für dieselben Tage über Ihre eigene Website, und am Samstag steht ein ACSI-Karteninhaber am Schlagbaum, der sie mit Rabatt möchte. Drei Gäste, eine Parzelle, ein Wochenende voller Entschuldigungen. Buchungsportale füllen Plätze, die sonst niemand findet, aber sie kosten eine Provision, und wenn das Kontingent nicht gesteuert wird, verkaufen sie, was Sie nicht mehr haben. Hier steht, welche Portale in Deutschland zählen, was eine Buchung wirklich kostet und wie Sie die Verfügbarkeit in der Hand behalten.

Welche Portale für deutsche Plätze zählen

Jedes Portal bringt einen anderen Gast, und das sollte man wissen, bevor man unterschreibt:

Dazu kommen die Portale der Landesverbände und der regionalen Tourismusorganisationen, oft mit niedriger oder ganz ohne Provision. Fragen Sie bei Ihrem Landesverband nach, bevor Sie annehmen, es gebe nur die Großen.

Was eine Portalbuchung wirklich kostet

Die Provision liegt bei Campingportalen üblicherweise im niedrigen zweistelligen Prozentbereich des Buchungswerts, bei Booking.com eher darüber. Entscheidend ist aber nicht der Prozentsatz allein, sondern vier Fragen, die im Vertrag stehen:

Rechnen Sie eine typische Buchung einmal durch, bis zu dem Betrag, der am Ende auf Ihrem Konto bleibt, und stellen Sie daneben dieselbe Buchung über Ihre eigene Website, wo nur die Gebühr des Zahlungsdienstleisters anfällt. Diese eine Zahl entscheidet im Januar, welchen Vertrag Sie verlängern.

Bestpreisklauseln binden Sie nicht mehr

Viele Betreiber glauben bis heute, sie dürften auf der eigenen Website nicht günstiger sein als auf dem Portal. Das stimmt in Deutschland nicht. Das Bundeskartellamt hat sowohl weite als auch enge Bestpreisklauseln von Buchungsportalen untersagt, der Bundesgerichtshof hat dieses Verbot 2021 bestätigt, und der Europäische Gerichtshof hat 2024 entschieden, dass Bestpreisklauseln keine notwendigen Nebenabreden zum Portalvertrag sind.

Praktisch heißt das: Sie dürfen auf Ihrer eigenen Seite den besseren Preis, die bessere Stornobedingung oder die letzte freie Parzelle anbieten. Nutzen Sie das. Ein Gast, der auf dem Portal sucht und dann auf Ihrer Seite bucht, ist die günstigste Buchung, die Sie bekommen können. Wenn ein Vertrag Ihnen etwas anderes vorschreibt, lassen Sie ihn prüfen, statt sich daran zu halten.

Kontingent: wie viele Parzellen bekommt welches Portal

Das Kontingent ist die Zahl der Einheiten, die ein Portal ohne Rückfrage verkaufen darf. Es gibt zwei Modelle, und das Donnerstagsdesaster entsteht, wenn man sie versehentlich mischt:

  1. Festes Kontingent: Jedes Portal bekommt eine feste Zahl von Einheiten, etwa zehn Parzellen für das eine und vier Mietunterkünfte für das andere, und diese Einheiten verkaufen Sie über keinen anderen Kanal. Einfach und sicher, aber teuer, weil im August Unterkünfte für ein Portal blockiert sind, das sie vielleicht nicht verkauft.
  2. Geteiltes Kontingent: Alle Kanäle verkaufen aus derselben Verfügbarkeit, und jede Buchung zieht überall gleichzeitig eine Einheit ab. Das füllt am besten und funktioniert nur, wenn die Verfügbarkeit sofort aktualisiert wird, nicht abends von Hand.

Die Faustregel für einen mittleren Platz: geteiltes Kontingent für die Touristikparzellen, die zahlreich und untereinander ähnlich sind, und ein kleines festes Kontingent für Mietunterkünfte, die wenige und teuer zu überbuchen sind. Und immer die eigene Website mit denselben Terminen.

Wie Sie doppelte Belegung vermeiden

Überbuchung verursacht nicht das Portal, sondern die Zeit zwischen einer Buchung und dem Moment, in dem die anderen Kanäle davon erfahren. Diese Lücke schließen Sie so:

CampSuite führt Online-Buchungen und die an der Rezeption notierten im selben Belegungsplan, sodass eine Parzelle nicht zweimal vergeben wird, und bietet einen Channel Manager, damit die Verfügbarkeit der Portale mit dem Plan mitgeht. Jede Buchung hält ihre Gäste mit ihren Daten, die Anzahlung und die Nachrichten an einem Ort, auf dem Telefon, gleich über welchen Kanal sie kam, und die Auswertung zeigt, welcher Kanal wie viele Buchungen und welchen Umsatz gebracht hat. Wenn Ihre eigene Seite der stärkste Kanal werden soll, sehen Sie sich die Online-Buchung an.

Prüfliste vor der nächsten Vertragsverlängerung

Portale sind ein guter Partner, solange Sie wissen, was eine Buchung kostet, und solange Sie bestimmen, wer über Ihre Verfügbarkeit verfügt. CampSuite kommt in den nächsten Wochen nach Deutschland; wenn Sie sehen möchten, wie es mit Ihren Parzellen und Kanälen aussieht, hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten, und wir melden uns, sobald Sie Ihr Konto eröffnen können.