Die letzten Herbstferiengäste sind abgereist, der Sanitärtrakt riecht nach Reiniger, und zum ersten Mal seit Ostern haben Sie Zeit, sich den Schrankenmotor anzusehen, der seit Juli klemmt. Das Saisonende auf dem Campingplatz ist kein Urlaub, sondern die Woche, die darüber entscheidet, ob die Eröffnung im März reibungslos läuft oder mit einem geplatzten Rohr im Waschhaus, einem gefrorenen Boiler im Mietwohnwagen und einer vergessenen Kurtaxenabrechnung beginnt. Hier steht, wie Sie Ihren Platz winterfest machen, in welcher Reihenfolge, und was vorher noch an Papier erledigt werden muss.
Vor dem Abschließen: Papier, das nicht bis März wartet
Der Frost greift die Leitungen an, das Amt das Konto. Vier Dinge vor dem Zusperren der Rezeption:
- Die letzte Kurtaxenabrechnung der Saison. Wann und wie oft Sie abrechnen, steht in der Satzung Ihrer Gemeinde; ziehen Sie die Zahlen aus den Buchungen, bevor Sie die Meldescheine wegräumen, nicht im Februar aus dem Gedächtnis.
- Die Meldescheine nach §§ 29 und 30 Bundesmeldegesetz: ein Jahr ab Ankunft aufbewahren, danach innerhalb von drei Monaten vernichten. Ein Ordner pro Saison mit Datum drauf erspart das Sortieren im nächsten Herbst.
- Übernachtungszahlen für die eigene Auswertung und für die Beherbergungsstatistik, die das Statistische Landesamt von Ihnen anfordert. Aus einer Software kommt die Zahl in einer Minute, aus drei Kalendern in einem Abend.
- Anzahlungen für das nächste Jahr, mit Name, Betrag und zugesagter Parzelle. Im Januar, wenn die ersten Anrufe kommen, wollen Sie diese Liste haben.
Informieren Sie außerdem Ihre Versicherung über die Schließzeit, wenn der Vertrag das verlangt. Manche Policen setzen für den Winter Kontrollgänge, abgestelltes Wasser oder eine Alarmanlage voraus; lesen Sie die Klausel, statt zu raten.
Wasser und Sanitär: entleeren, nicht hoffen
Ein eingefrorenes Waschhaus kostet so viel wie ein neues Mobilheim. Die Reihenfolge ist immer dieselbe, von oben nach unten:
- Hauptwasserhahn schließen und alle Hähne, Duschen und Spülungen öffnen, damit das Netz leerläuft.
- Tiefpunkte entleeren: Entleerungsventile, Boiler, Warmwasserspeicher, Druckerhöhungsanlage, Enthärter.
- Erdleitungen zu den Versorgungssäulen mit Druckluft ausblasen, vor allem an der Nordseite und auf den exponierten Parzellen.
- Frostschutz für Sanitäranlagen in Siphons und Toiletten geben, damit die Geruchsverschlüsse gefüllt bleiben, aber nicht gefrieren.
- Innentüren offen lassen und lüften; die Feuchtigkeit des Winters richtet mehr Schaden an als trockener Frost.
Wenn Ihr Sanitärgebäude eine zentrale Warmwasserbereitung hat, gilt die Trinkwasserverordnung mit ihrer Pflicht zur Legionellenuntersuchung für Großanlagen. Wie oft Sie beproben müssen und was bei der Wiederinbetriebnahme im Frühjahr verlangt wird, sagt Ihnen das Gesundheitsamt. Wasser, das den ganzen Winter lauwarm in einem halbvollen Speicher steht, ist genau das, was Sie vermeiden wollen: entweder ganz leer oder auf Temperatur.
Mietunterkünfte: eine Karte pro Einheit
Ein im November vergessener Mietwohnwagen wird im März entdeckt, mit Wasser im Boden. Führen Sie eine Karte pro Mietunterkunft und haken Sie vor Ort ab, nicht vom Büro aus:
- Boiler und Leitungen entleert, Hähne offen, Frostschutz in Siphons und WC.
- Kühlschrank leer, abgetaut, Tür festgeklemmt offen.
- Gasflaschen zu und abgeklemmt, Gasprüfung der Anlage im Blick, Melder geprüft.
- Matratzen hochgestellt, Textilien trocken eingelagert, Fenster auf Spalt oder Entfeuchter im Betrieb.
- Dach, Dichtungen und Dachhauben kontrolliert; eine Dichtung im Oktober kostet ein Zehntel einer Decke im April.
- Stromzähler abgelesen und Sicherung raus, außer ein Entfeuchter oder eine Frostwächterheizung läuft.
Für Dauercamper legen Sie fest, was in der Schließzeit zugänglich bleibt, was abgestellt wird und ab wann. Das gehört in den Dauercampervertrag; jetzt ist der Moment, Ihren daraufhin zu lesen.
Strom, Spielplatz, Pool: die Prüfungen ohne Gäste
Der Winter ist die Zeit für alles, was mit Gästen auf dem Platz nicht geht:
- Elektrische Anlagen: die wiederkehrende Prüfung der ortsfesten Anlagen und der Versorgungssäulen durch eine Elektrofachkraft, mit Prüfprotokoll für den Ordner. Die Berufsgenossenschaft fragt danach, die Versicherung im Schadensfall auch.
- Spielplatz: die jährliche Hauptinspektion nach der Spielplatznorm, Verschleiß, Fundamente, Fallschutz, mit Eintrag ins Wartungsbuch.
- Pool: aktiv oder passiv überwintern. Aktiv läuft die Filteranlage ein paar Stunden am Tag weiter, passiv wird der Wasserspiegel unter die Einlaufdüsen gesenkt, die Filteranlage entleert und die Abdeckung aufgelegt. In beiden Fällen den Technikraum entleeren und Chlorprodukte frostfrei und getrennt von Säuren lagern.
- Feuerlöscher, Fluchtwege, Beschilderung: prüfen, Fristen notieren, Aushänge erneuern.
- Bäume: Sichtkontrolle nach dem Laubfall, Totholz raus, bevor der erste Sturm es auf einen Wohnwagen legt. Dokumentieren Sie den Kontrollgang; die Verkehrssicherungspflicht liegt bei Ihnen.
Rezeption zu, Buchungen offen
Während der Platz schläft, buchen die Gäste des nächsten Jahres. Anfragen für die Sommerferien kommen ab November, die Brückentage im Mai füllen sich im Januar, und wer erst nach drei Tagen antwortet, verliert die Familie an den Platz nebenan. Stellen Sie vor dem Abschließen die nächste Saison online: Öffnungszeiten, Preise, Anzahlung und Stornobedingungen. Wenn Online-Buchungen und die per Telefon notierten im selben Belegungsplan landen, wird keine Parzelle zweimal versprochen, und eine Anzahlung, die bei der Buchung per Karte kommt, erspart Ihnen im Februar das Warten auf Überweisungen ohne Verwendungszweck.
So arbeitet CampSuite: jede Buchung hält ihre Gäste, ihre Anzahlung und ihre Nachrichten an einem Ort, auf Ihrem Telefon, und Online-Buchung und Büro-Kalender sind ein und derselbe Plan. Die Auswertung der Übernachtungen und Einnahmen der Saison kommt auf Knopfdruck, was Kurtaxenabrechnung und Jahresabschluss deutlich kürzer macht. Was CampSuite nicht tut: die Abrechnung bei der Kurverwaltung einreichen; die Zahlen liegen bereit, die Meldung machen Sie. Ob Sie Touristikparzellen, Dauercamper und Mietunterkünfte oder einen ganzjährig offenen Stellplatz haben, die Logik bleibt gleich.
Ihre Prüfliste zum Saisonende
- Letzte Kurtaxenabrechnung erledigt, Meldescheine der Saison mit Datum abgelegt.
- Übernachtungen und Einnahmen der Saison ausgewertet und gesichert.
- Anzahlungen für das nächste Jahr mit Name, Betrag und Parzelle gelistet.
- Versicherung informiert, Winterklauseln geprüft.
- Wassernetz abgestellt, entleert, ausgeblasen, Siphons geschützt.
- Legionellenfrage mit dem Gesundheitsamt geklärt, Speicher leer oder auf Temperatur.
- Eine abgehakte Winterkarte pro Mietunterkunft.
- Elektroprüfung, Spielplatzinspektion, Baumkontrolle terminiert und dokumentiert.
- Pool überwintert, Technikraum entleert, Chemie frostfrei gelagert.
- Nächste Saison online, mit Anzahlung und Stornobedingungen.
- Ein Kontrollgang pro Woche eingeplant, mit Namen dahinter.
Ein gut gemachtes Saisonende bedeutet, dass die Eröffnung im März aus Wasser aufdrehen, Sicherung rein und den ersten Ostergästen die Schranke öffnen besteht. CampSuite kommt in den nächsten Wochen nach Deutschland; wenn Sie sehen möchten, wie es Ihre Winterbuchungen und Saisonzahlen hält, hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten, und wir melden uns, sobald Sie Ihr Konto eröffnen können.