Sie haben eine ebene Fläche am Ortsrand, oder eine Wiese hinter dem Betrieb, die nichts einbringt, und jeden Sommer fahren Wohnmobile vorbei, die einen Platz für die Nacht suchen. Einen Wohnmobilstellplatz eröffnen ist derzeit eine der vernünftigsten Investitionen im Campingtourismus: wenig Bau, lange Saison, und ein Gast, der spät kommt, früh fährt und Ver- und Entsorgung bezahlt. Es ist auch das Projekt, bei dem am häufigsten hinten angefangen wird, mit der Beschilderung, bevor jemand im Bauamt gefragt hat. Hier steht die richtige Reihenfolge: erst die Genehmigung, dann die Entsorgung, und erst danach das Kassieren.
Parken ist nicht Campen
Bevor es um Genehmigungen geht, sollte die Unterscheidung sitzen, die Ordnungsamt und Polizei anwenden. Ein Wohnmobil ist ein Fahrzeug und darf dort parken, wo Parken erlaubt ist. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt zudem, zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit einmalig zu übernachten. Was die Sache kippen lässt, ist alles, was danach kommt: Markise ausfahren, Stühle und Tisch aufstellen, Keile und Vorzelt. Ab da ist es kein Parken mehr, sondern Campen, und Campen ist genehmigungsbedürftig.
Daraus ergeben sich zwei Modelle, die rechtlich nicht dasselbe sind:
- Ein Stellplatz: befestigte Standplätze, auf denen im Fahrzeug übernachtet wird, mit einer Station zum Entsorgen und Wasserfassen. Die einfachste Form, und die, die viele Gemeinden selbst anlegen.
- Ein Campingplatz: Parzellen, auf denen aufgebaut wird, mit allem, was die Camping- und Wochenendplatzverordnung Ihres Landes dann verlangt, bis hin zu Sanitärgebäuden.
Entscheiden Sie das, bevor Sie ins Rathaus gehen, denn die Antwort, die Sie bekommen, hängt vollständig davon ab.
Der Weg durch die Ämter
Zuständig sind Bauplanungs- und Bauordnungsrecht, und beides ist Ländersache in der Ausführung. In der Praxis führt der Weg über drei Stationen:
- Das Bauamt Ihrer Gemeinde. Entscheidend ist, was der Bebauungsplan für Ihr Grundstück zulässt und ob Ihr Vorhaben dort hineinpasst. Die Anlage eines Stellplatzes ist in aller Regel eine bauliche Anlage und häufig eine Nutzungsänderung, also genehmigungspflichtig. Im Außenbereich ist die Hürde deutlich höher als im Ortsgebiet.
- Die Camping- und Wochenendplatzverordnung Ihres Bundeslandes. Ab einer bestimmten Zahl von Standplätzen gelten deren Anforderungen an Abstände, Brandschutz, Zufahrten und Rettungswege auch für Stellplätze. Fragen Sie ausdrücklich, ab wann Ihr Vorhaben darunter fällt.
- Die Fachbehörden: die untere Wasserbehörde und der Abwasserbetrieb wegen der Einleitung, gegebenenfalls Naturschutz, Denkmalschutz oder Hochwasserschutz, und die Straßenbaubehörde, wenn die Zufahrt an einer klassifizierten Straße liegt.
Vereinbaren Sie ein Vorgespräch mit Lageplan und einer Seite Projektbeschreibung, und notieren Sie, was man Ihnen sagt, mit Namen. Das ist das Papier, das zählt, wenn in zwei Jahren ein anderer Sachbearbeiter zuständig ist.
Klären Sie im selben Termin zwei Dinge mit: die Kurtaxe oder den Gästebeitrag, denn die Satzung der Gemeinde erfasst Stellplätze meist mit, und den Meldeschein, den Sie nach den §§ 29 und 30 Bundesmeldegesetz auch für Übernachtungsgäste auf dem Stellplatz führen müssen.
Ver- und Entsorgung: der eigentliche Grund, warum jemand anhält
Ein Wohnmobil ist autark. Es hat Wasser, Batterie, Grauwassertank und Kassette an Bord. Der Gast sucht kein Sanitärgebäude, er sucht drei Dinge, und zwar in dieser Reihenfolge:
- Eine Grauwasserentsorgung, über die man mit dem Fahrzeug fahren kann, angeschlossen an den Kanal oder an eine zugelassene Lösung. Die Einleitung ist mit dem Abwasserbetrieb abzustimmen, nicht zu unterstellen.
- Eine getrennte Ausgussstelle für die Kassette mit eigenem Spülhahn, deutlich gekennzeichnet und klar getrennt vom Trinkwasser.
- Trinkwasser an einem Hahn, auf den ein normaler Schlauch passt. Wer Trinkwasser an die Allgemeinheit abgibt, unterliegt der Trinkwasserverordnung: fragen Sie beim Gesundheitsamt, was das für Ihre Anlage bedeutet, und planen Sie Spülen und Beprobung von Anfang an ein.
- Befestigte, ebene Standplätze von etwa acht mal fünf Metern, die im März dreieinhalb Tonnen tragen. Wiese ist im Mai billig und im November teuer, wenn ein Fahrzeug herausgezogen werden muss.
Danach zählt, was wirklich gefragt ist: Strom über eine Säule mit eigenem Fehlerstromschutzschalter je Platz, Beleuchtung, ein abschließbarer Müllbehälter, etwas Schatten. Was nur Anbieter für unverzichtbar halten: Pool und große Grünanlagen. Schauen Sie, was im Umkreis von zwanzig Kilometern fehlt, und bauen Sie das.
Kassieren, ohne abends herumzulaufen
Am Kassieren scheitern die meisten Stellplätze. Der Umschlag im Kasten funktioniert bis zum ersten, der ohne Zahlung wegfährt, und wer abends um elf die Reihe abgeht, hat nach drei Wochen genug. Drei Wege, vom schlechtesten zum besten:
- Kassieren an der Rezeption, wenn der Stellplatz an einem Campingplatz oder Betrieb liegt. Einfach, bindet aber jemanden an eine Öffnungszeit und verliert den, der um zweiundzwanzig Uhr ankommt.
- Schranke mit Kennzeichenerkennung oder Automat. Läuft ohne Personal, sagt Ihnen aber nicht, wer dort übernachtet, und genau das brauchen Sie für Meldeschein und Kurtaxe.
- Buchung und Zahlung online, Platz reserviert und bezahlt vor der Anreise, mit der Möglichkeit, den Spontangast am selben Ort einzutragen. Nur so wissen Sie um neunzehn Uhr, ob noch etwas frei ist.
Wie auch immer: alle Übernachtungen in einem Belegungsplan. Die aus dem Netz, die handschriftlich notierten und die aus der Nacht. Zwei Listen bedeuten irgendwann zwei Fahrzeuge auf einem Platz.
CampSuite führt Online-Buchungen und die vor Ort notierten im selben Belegungsplan, sodass ein Standplatz nicht zweimal vergeben wird, und zieht Anzahlung und Restbetrag per Karte ein. Jede Übernachtung hält ihre Gäste mit ihren Daten, die Zahlung und die Nachrichten an einem Ort, auf dem Telefon, also genau das, was der Meldeschein und die Kurtaxenabrechnung brauchen. Was CampSuite nicht tut: die Kurtaxe bei der Kurverwaltung anmelden oder Meldescheine irgendwohin übermitteln. Es hält die Daten bereit, die Meldung machen Sie. Auf der Seite für Wohnmobilstellplätze sehen Sie, wie das auf einem kleinen Platz ohne festes Personal aussieht.
Gefunden werden
Der Wohnmobilist entscheidet unterwegs, und er entscheidet in einer App. Im deutschsprachigen Raum sind das vor allem park4night, Stellplatz-Apps der Verlage und Clubs sowie Google Maps. Tragen Sie den Platz mit den echten Leistungen ein, mit Preis, Saison, Strom und der Möglichkeit zu buchen, und mit Fotos der Standplätze und der Ver- und Entsorgung statt des Sonnenuntergangs. Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf die zweizeiligen, und korrigieren Sie den Eintrag, sobald sich der Preis ändert.
Prüfliste vor der Eröffnung
- Modell entschieden: Stellplatz zum Übernachten oder Campingplatz.
- Vorgespräch im Bauamt geführt, Antwort und Name notiert, Genehmigung beantragt.
- Geprüft, ab wann die Campingplatzverordnung des Landes greift.
- Einleitung mit dem Abwasserbetrieb abgestimmt, Grauwasser und Kassette getrennt vom Trinkwasser.
- Trinkwasserverordnung mit dem Gesundheitsamt geklärt, Spülplan steht.
- Standplätze befestigt und nummeriert, Stromsäule mit Schutzschalter je Platz.
- Preis je Nacht klar, mit und ohne Strom.
- Kurtaxensatzung geprüft, Meldescheine vorbereitet.
- Buchung und Zahlung online, ein Belegungsplan für alles.
- Eintrag in park4night und Google mit Fotos und Buchungslink.
- Haftpflichtversicherung um die neue Nutzung erweitert.
In dieser Reihenfolge öffnet der Platz mit seinen Papieren, der Gast findet, was er sucht, und die Nacht kassiert sich von selbst. Wenn Sie sehen möchten, wie CampSuite Übernachtungen und Gästedaten an einem Ort hält, sehen Sie sich die Preise an oder schreiben Sie uns.