Ab November steht der größte Teil Ihres Platzes still. Die Infrastruktur ist da, der Zaun ist da, Sie gehen ohnehin herum, und die Versicherung läuft weiter. Winterlager ist deshalb eine der wenigen Möglichkeiten, diesem leeren Gelände etwas abzugewinnen, ohne neu zu investieren. Es ist auch eine der wenigen Nebentätigkeiten, bei denen sich Platzbetreiber regelmäßig die Finger verbrennen, und fast immer aus demselben Grund: es steht nichts auf Papier.
Dieser Beitrag geht darum, wie Sie es so aufsetzen, dass es im Februar noch eine gute Idee ist.
Warum es häufiger schiefgeht, als man denkt
Ein Wohnwagen, der bei Ihnen steht, ist nicht Ihrer. Sie haben ihn in Obhut, und damit haben Sie Pflichten. Geht etwas schief, ist die erste Frage nicht, ob Sie Pech hatten, sondern was vereinbart war und was Sie getan haben, um Schaden zu vermeiden.
Die drei Dinge, die tatsächlich passieren: Sturm nimmt eine Dachluke oder eine Markise mit, in einer Nacht wird in drei Wohnwagen eingebrochen, oder es brennt und die Wagen stehen so dicht, dass fünf verloren gehen statt einem. Alle drei sind begrenzbar, und alle drei beginnen mit Papier.
Der Verwahrvertrag: was hineingehört
Nehmen Sie einen eigenen Vertrag, nicht eine Zeile unter dem Dauercampervertrag. Darin steht mindestens:
- Was Sie einstellen: Marke, Typ, Maße, Fahrgestellnummer und Kennzeichen. Ohne Fahrgestellnummer haben Sie bei einem Diebstahl nichts zu melden.
- Der Zeitraum, mit Anfang und Ende und was passiert, wenn der Eigentümer nicht abholt.
- Der Preis, wann er fällig ist, und ob Ein- und Ausfahren außerhalb vereinbarter Zeiten extra kostet.
- Der Zugang. Das ist die wichtigste und die meist vergessene Klausel. Darf der Eigentümer im Winter heran, nach Absprache oder frei, und darf darin übernachtet werden. Die Antwort auf das Letzte ist fast immer nein, und dann muss es auch dastehen, denn sonst ist es keine Verwahrung, sondern Übernachtung, mit allem, was daran hängt.
- Die Haftung. Was Sie übernehmen und was nicht, und mit welcher Grenze. Lassen Sie diese Klausel von Ihrer Rechtsberatung formulieren: ein selbst getippter Komplettausschluss hält in der Regel nicht, und Sie halten sich dann für gedeckt, während Sie es nicht sind.
- Die Versicherung: dass der Eigentümer selbst versichert bleibt und das auf Verlangen nachweist.
- Der Zustand bei Anlieferung, mit datierten Fotos, von beiden gesehen. Das verhindert die Diskussion im April über eine Delle, die im November schon da war.
- Gasflaschen heraus, als Bedingung für die Annahme, und wo sie dann stehen.
Versicherung und Bauamt
Zwei Anrufe, bevor Sie den ersten Wohnwagen annehmen.
Ihr Versicherer. Die Verwahrung fremden Eigentums ist eine andere Tätigkeit als die Vermietung von Standplätzen. Fragen Sie ausdrücklich, ob Ihre Betriebshaftpflicht Obhutsschäden umfasst, bis zu welcher Summe, und was Sie tun müssen, um diesen Schutz zu behalten: Zaun, Beleuchtung, Videoüberwachung, Abstände. Verlangen Sie die Antwort schriftlich. Der weitere Rahmen steht in dem Beitrag über Versicherungen.
Die Bauaufsicht. Dauerhaftes Abstellen von Fahrzeugen kann baurechtlich eine andere Nutzung sein als Camping, besonders wenn Sie eine Halle bauen oder eine Fläche befestigen. Fragen Sie bei der Bauaufsichtsbehörde nach, ob das Winterlager auf Ihrem Grundstück zulässig ist und ob eine Nutzungsänderung nötig wird. Das ist eine E-Mail, und sie verhindert ein Schreiben im dritten Jahr.
Brandschutz, denn dort liegt der echte Schaden
Wohnwagen dicht in einer Reihe sind ein Risiko, bei dem ein Vorfall fünf Eigentümer trifft. Was ohne Bauen geht:
- Abstand halten, auch wenn es Plätze kostet. Was angemessen ist, klären Sie mit Ihrem Versicherer und, wenn möglich, mit Ihrer Feuerwehr.
- Keine Gasflaschen in den Wagen. Entweder zentrale, belüftete Lagerung oder der Eigentümer nimmt sie mit.
- Kein Strom an den Wagen während der Lagerung, außer wo es wirklich nötig ist, und dann über einen eigenen abgesicherten Kreis. Durchgeschleifte Kabeltrommeln zwischen Wohnwagen sind die klassische Ursache.
- Eine Fahrgasse für die Feuerwehr frei halten, auch wenn das Gelände voll ist. Messen Sie sie mit den Maßen ihres Fahrzeugs nach, nicht nach Augenmaß.
- Einen aktuellen Plan führen, wer wo steht. Bei einer Meldung um drei Uhr nachts ist das das Einzige, was zählt. Der weitere Brandschutz steht in dem Beitrag über Brandschutz.
Was es bringt, und wie Sie es bepreisen
Rechnen Sie nicht pro Wohnwagen, sondern pro Meter Länge oder nach Längenklasse, sonst zahlt ein Vier-Meter-Wagen so viel wie ein Acht-Meter-Mobilheim. Bilden Sie den Preis aus dem, was der Platz Sie kostet: die Fläche, die zusätzliche Prämie, die Beleuchtung, die Kontrollgänge und die Stunden für Ein- und Ausfahren.
Und verkaufen Sie es an die Leute, die Sie schon haben. Ihre Dauercamper und Saisongäste wohnen oft zu weit weg, um den Wagen zu Hause zu stellen, und eine E-Mail im September an Ihren eigenen Gästebestand füllt das Winterlager schneller als eine Anzeige. Genau dafür zahlt sich das Pflegen der Kontaktdaten aus.
CampSuite hält jede Buchung mit ihren Gästen und deren Daten, der Anzahlung und den Nachrichten an einem Ort, auch auf dem Telefon, nimmt Anzahlungen und Restbeträge per Karte, stellt Rechnungen und Belege aus, verschickt Nachrichten an Gäste und gibt die Zahlen zu Buchungen, Belegung und Umsatz. Damit hängt der Lagervertrag am selben Gast wie der Dauerstandplatz, und Sie können im September Ihre eigenen Leute in einem Vorgang anschreiben. Was enthalten ist, steht auf der Funktionsseite, und was das für Dauerstandplätze bedeutet auf der Lösungsseite.
Prüfliste für Oktober
- Verwahrvertrag erstellt, getrennt vom Dauercampervertrag, rechtlich geprüft.
- Fahrgestellnummer, Kennzeichen und Maße je Wagen erfasst.
- Datierte Fotos des Zustands bei Anlieferung, von beiden gesehen.
- Klausel zum Zugang und zum Übernachtungsverbot, ausdrücklich.
- Haftungsklausel von der Rechtsberatung formuliert.
- Schriftliche Auskunft des Versicherers zu Obhutsschäden und Auflagen.
- Rückfrage bei der Bauaufsicht zur Zulässigkeit und Nutzungsänderung.
- Abstände eingehalten und mit dem Versicherer abgestimmt.
- Gasflaschen heraus, zentrale Lagerung geregelt.
- Keine Kabeltrommeln, Strom nur über eigenen Kreis, wo nötig.
- Fahrgasse für die Feuerwehr frei und nachgemessen.
- Aktueller Plan, wer wo steht.
- Preis nach Längenklasse, aus Ihren Kosten gerechnet.
- E-Mail im September an Ihre eigenen Dauer- und Saisongäste.
Gut aufgesetzt ist das Winterlager ruhiger Umsatz in einem stillen Halbjahr. Schlecht aufgesetzt ist es die einzige Tätigkeit auf Ihrem Platz, bei der Sie Geld verlieren können, ohne einen einzigen Gast zu empfangen. Wenn Sie darüber sprechen möchten, schreiben Sie uns über die Kontaktseite; die Preise der einzelnen Pakete stehen auf der Preisseite.