Ein Kassenautomat an der Einfahrt eines Wohnmobilstellplatzes

Ein Wohnmobilstellplatz mit vierzehn Plätzen trägt keine besetzte Rezeption. Die Rechnung geht nur auf, wenn der Gast selbst ankommt, selbst bezahlt und selbst wieder fährt. Genau deshalb steht an den meisten Plätzen ein Automat.

Und genau deshalb werden an den meisten Plätzen drei Pflichten übersehen, die mit dem Automaten nicht verschwinden: der Meldeschein, die Kurtaxe und das Kassenrecht. Der Automat nimmt Ihnen die Arbeit ab, nicht die Verantwortung. Hier steht, was dazugehört.

Was der Automat können muss, und was er nicht ersetzt

Fangen wir mit dem an, was die meisten Betreiber überrascht.

Schranke, Kennzeichen und der Datenschutz

Eine Schranke mit Kennzeichenerkennung ist bequem, und sie ist die Stelle, an der ein Stellplatz datenschutzrechtlich am schnellsten in Schwierigkeiten kommt. Ein Kennzeichen ist ein personenbezogenes Datum. Das heißt für Sie:

  1. Eine Rechtsgrundlage, die Sie benennen können, und eine Verarbeitung, die auf das Nötige beschränkt bleibt: Einfahrt, Ausfahrt, Abgleich mit der Buchung.
  2. Ein Hinweis vor der Erfassung, also ein Schild an der Einfahrt und die ausführliche Information an einer Stelle, auf die das Schild verweist.
  3. Löschfristen, die festgelegt und tatsächlich eingehalten werden, nicht die Standardeinstellung des Herstellers.
  4. Ein Verzeichnis dieser Verarbeitung und ein Vertrag mit dem Anbieter, wenn der die Daten in seinem System hält.

Und trennen Sie die Schranke von der Videoüberwachung. Das sind zwei Verarbeitungen mit zwei Zwecken, und sie werden auch getrennt beurteilt. Siehe den Beitrag über die DSGVO auf dem Platz.

Strom und Wasser: hier wird es teuer

Wenn Sie Strom nach Verbrauch abrechnen, gilt das Mess- und Eichrecht: Sie brauchen geeignete, konformitätsbewertete Zähler, und die zeitlichen Grenzen ihrer Verwendung müssen Sie im Blick haben. Eine Säule mit einer Münzschaltung, die eine Kilowattstunde pro Münze verspricht, ist etwas anderes als eine Säule, die eine gemessene Menge abrechnet, und die Anforderungen unterscheiden sich entsprechend.

Das ist kein Nebenthema: es ist der Punkt, an dem eine nachträgliche Umrüstung einen vierstelligen Betrag kostet. Lassen Sie sich vor dem Kauf schriftlich geben, welches Abrechnungsmodell die Säule abbildet. Die Einzelheiten stehen in dem Beitrag über die Stromabrechnung je Standplatz.

Beim Wasser gilt dasselbe Prinzip, wenn Sie nach Menge abrechnen. Bei der Ver- und Entsorgungsstation kommt die Frage dazu, was mit dem Grauwasser passiert und ob Ihre Einleitung dafür zugelassen ist; das ist Teil der Genehmigung und steht in dem Beitrag über die Eröffnung eines Stellplatzes.

Zahlung, Störung und der Anruf um 22 Uhr

Ein unbesetzter Platz steht und fällt mit dem, was passiert, wenn etwas nicht funktioniert.

Mindestens zwei Zahlwege. Karte und kontaktlos als Hauptweg, dazu ein zweiter Weg, der auch ohne Netz funktioniert. Ein Automat, der bei Funkstörung nichts annimmt, verliert Ihnen eine ganze Nacht. Gebühren und Rückzahlungen stehen in dem Beitrag über die Kartenzahlung.

Eine Nummer, die jemand abnimmt, gut lesbar am Automaten und an der Schranke, mit klaren Zeiten. Lieber "erreichbar bis 21 Uhr, danach Notfallnummer" als eine Nummer, die niemand abnimmt.

Ein geregeltes Rückerstattungsverfahren. Der Gast, der doppelt gezahlt hat, braucht nicht Ihr Verständnis, sondern eine Erstattung innerhalb von zwei Tagen und eine Zeile dazu am Automaten.

Eine Öffnung von Hand. Für den Rettungsdienst, für den Stromausfall und für die Nacht, in der die Schranke klemmt. Und jemand in Rufweite, der weiß, wo der Schlüssel liegt.

Rechnet sich das

Die Rechnung ist überschaubar. Auf der Kostenseite stehen Automat, Schranke, Säulen, Einbau, Zahlungsgebühren, Wartung und der Mobilfunkvertrag. Auf der Gegenseite stehen die Personalstunden, die Sie nicht bezahlen, und die Nächte, die Sie zusätzlich verkaufen, weil der Gast um 20 Uhr noch anreisen kann.

Der zweite Teil wird meist unterschätzt. Zählen Sie im ersten Jahr schlicht mit, wie viele Buchungen nach 18 Uhr beginnen: das ist der Umsatz, den eine besetzte Rezeption mit festen Zeiten nicht gemacht hätte. Wie Anreisen ohne Schlange funktionieren, steht in dem Beitrag über den Anreisetag.

CampSuite hält jede Buchung mit ihren Gästen und deren Daten, der Anzahlung und den Nachrichten an einem Ort, auch auf dem Telefon, nimmt Buchungen online und von Hand in einem Belegungsplan auf, sodass ein Standplatz nie zweimal angeboten wird, nimmt Anzahlungen und Restbeträge per Karte, stellt Rechnungen und Belege aus, zeigt die Anreisen und Abreisen des Tages und berichtet Buchungen, Belegung und Umsatz. Für einen unbesetzten Platz zählt vor allem, dass die Buchung und die Gästedaten am selben Ort liegen wie die Zahlung, damit Sie am Morgen eine Liste haben und nicht einen Münzbehälter. Was enthalten ist, steht auf der Funktionsseite, und was das für einen Stellplatz bedeutet auf der Lösungsseite.

Prüfliste vor der Anschaffung

Ein unbesetzter Stellplatz ist das rentabelste Format im Camping, wenn die Pflichten vorher geklärt sind, und das teuerste, wenn man sie nachträglich einbaut. Wenn Sie es gemeinsam durchgehen möchten, schreiben Sie uns über die Kontaktseite; die Preise der einzelnen Pakete stehen auf der Preisseite.